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STUDIO FUMO
Öffentlicher Raum und öffentliches Ärgernis
Kunst ist ein Vehikel. Ein Vehikel, mit dem vieles transportiert wird: Politisches, Soziales, Schönes auch. Bei den Artivist;inn€N von STUDIO FUMO ist das so - aber auch andersrum: Für dieses trans;fǝministisch€ Kollektiv ist ein Vehikel die Kunst. Und das Vehikel steht vor dem Helmhaus.
Für STUDIO FUMO ist der rosarote Anhänger «ein ephemerer Begegnungsort, der neue Synapsen der kollektiven Wahrnehmung kreiert». Ein nicht in Stein gemeisselter Ort, der neue Verbindungsknoten des gemeinsamen Erlebens unserer Umgebung schafft. «EL REFUGIO ROSA ~», wie STUDIO FUMO den Wagennennen, stand schon an verschiedenen Orten in Zürich. Zuletzt auf dem Kasernenareal.
Es passt ganz gut, dass STUDIO FUMO bis zur Finissage der Helmhaus-Ausstellung in Argentinien sind (Woher sie sich für eine Performance melden). Denn ihr rosa Refugium ist kein Kunstwerk im traditionellen Sinn, das von STUDIO FUMO selbst vordefiniert und präzise platziert wird. Vielmehr geben STUDIO FUMO Entscheidungsmacht ab und lassen sich selbst überraschen, wo und wie der Wagen eingesetzt wird. Als Minigalerie (und subversive Konkurrenz zum Helmhaus), als Veranstaltungsort – oder als Schlafplatz. Der Wagen treibt auch uns vom Helmhaus um: Wie gehen wir mit diesem halböffentlichem Raum auf unserem halböffentlichen Raum um? Wie wird er verwaltet – wenn überhaupt? Was, wenn der Raum nicht so gebraucht wird, wie wir uns das vorstellen? STUDIO FUMO sagen nicht umsonst von sich selbst, dass sie «zwischen Kunst im öffentlichen Raum und öffentlichem Ärgernis» arbeiten.
dm




